DER MK1
Nach vielen Jahren der Entwicklung, fanden im Frühjahr 1982 letzte ausgiebige Testfahrten auf Sardinien statt. Anwesend war alles was bei Ford Europa einen Namen hatte. U.a waren Gerhard Hartwig, Bob Lutz und Gert Blanche, der damalige Ford Chef Europa anwesend.
Unglaublich viel Zeit hatten die Ford Leute in die Aerodynamik des neuen Autos gesteckt.
Versuche im eigens dafür geschaffenen Windkanal führten zur neuen Linie, zur Sierra Karosserie.
Der doppelte Heckflügel des XR4 war kein optischer Gag, sondern ein Ergebnis der Windkanalversuche.
Die Jüngeren unter uns können sich kaum vorstellen wie der Sierra im Straßenbild der Achziger wirkte. Die Karrosserieformen waren zu der Zeit eckig und kantig. Der Granada der noch bis 1985 gebaut wurde, der letzte Taunus, der Opel Rekord oder derVolvo 240 sind Beispiele für den bis dahin geltenden Geschmack.
Bilder Wikipedia, GNU Free license.
Im Herbst 1982 war es dann so weit.
Der Sierra wurde auf dem Pariser Autosalon der Öffentlichkeit vorgestellt..
Ein Autotester 1982:
"Rundherum eine schöne, ausgeglichene Form - eigenständig, konsequent aerodynamisch. Auch im Detail.. Durch die direkt aufgeklebte Front - und Heckscheibe wird die Aerodynamik weiter begünstigt. Gezielt gestaltet für hohe Fahrleistungen bei gleichzeitig verbesserter Wirtschaftlichkeit.und einem beeindruckendem Platzangebot."
Auch die Werbung von 1982 mit der heutigen zu vergleichen macht schon Spass. Wie alles begann, Sierraprospekte aus 1982 :
Im Laufe der Jahre veränderten sich die Ausstattungen ständig, was 82 noch zur L Ausstattung zählte war einige Jahre später schon im Basismodell vorhanden usw.
Das Grund - oder Basismodell
Das Grundmodell war gut am schwarzen Kühlergrill, einfarbigen schwarzen Seitenzierleisten und schlichten Radkappen zu erkennen.
Die L und GL Ausstattung:
Der Kühlergrill der ersten L Sierras ist in Wagenfarbe lackiert, die seitlichen Zierleisten haben Einlagen, die Radkappen sind aufwendiger. Im Innenraum gibt es eine Analoguhr und die Türverkleidungen haben Stoffeinlagen. Die vorderen Sitze haben verstellbare Kopfstützen und die Rückbank ist geteilt und ein drittel zu zwei drittel umklappbar. Auf Wunsch sind metalliclackierungen möglich.
Von aussen ist die GL Ausstattung an den Chromeinfassungen der Fenster zu erkennen. Der Außenspiegel auf der Fahrerseite ist von innen verstellbar (Der rechte Außenspiegel ist auf Wunschlieferbar) Im Inneraum gab es zusätzliche Anzeigen für alle Flüssigkeitsstände. (Kühlwasser, Waschwasser, Benzin usw). Der Fahrersitz hat eine einstellbare Lendenwirbelstütze, die Rückbank eine Mittelarmlehne. Die Hutablage und der Kofferraum sind mit Velourteppich ausgelegt.
Die Ghia Ausstattung:
Den Ghia erkennt man gut an seiner glatten Front ohne Kühlergrill. Doppelscheinwerfer mit zusätzlichen Fernscheinwerfern und in die Stoßstange integrierte Nebelscheinwerfer prägen seine markante Front.
Geradezu luxuriös ist der Inneraum ausgestattet. Elektrisch verstellbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber, und Türverkleidungen mit Holz und Stoffeinlagen. Das Cocpit glänzt mit einem Drehzahlmesser, einem Sicherheits - Kontrollcenter mit graphischer Anzeige, welches Auskunft über defekte Glühlampen oder offene Türen gibt Auf Wunsch gibt es einen Bordcomputer. In die Deckenkonsole sind zwei unabhängig voneinander einstellbare Leselampen integriert und in der Rücksitzbank Kopstützen. Die Sitze sind mit Chelsea - Cashmere -Stoff bezogen.
DerSierra Turnier
Der Sierra Turnier war bei F ord ein wichtiges Marktsegment. Er entsprach allen Anforderungen an Praktikabelität, Zuladung und Raumnutzen. Wer meinte, das F ord hier nur einen Lastesel konzipierte irrte gewaltig. Der Turnier wurde im Laufe seiner Bauzeit aus dem Handwerkerstatus in die Rolle eines Lifestylers gewandelt. In seiner Entwicklung, also der Zeichnungsphase mit dem klassischen Konzept versehen, erstens klar als Sierra und Kombi erkennbar zu sein und darüberhinaus eine harmonische Dachlinie zu erhalten, die Dynamik, Stabilität und Wertnutzen darstellte ohne Barock zu wirken. Der Heckabschluss wirkte in sich bündig, formal sehr ausgewogen und die Leuchteinheiten schlossen so ab, das man eingeladen wurde zu beladen.
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Motoren :
Der 1,6 L-HC-OHC mit 55 kW (75 PS)
Dehmoment 120nm bei 2900 U/min.
Economy 123nm bei 2900 U/min.
Der besonders verbrauchsgünstige 1,6 L und die spezielle Economy Ausrüstung (Sonderausstattung) sorgen für neue Wirtschaftlichkeit. Verbrauch bei konstant 90 km/h. gleich 5,5 L.
Das Economy Paket besteht aus der Econo Warnleuchte, Leichtlaufreifen und einer speziellen Achsübersetzung. |
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